Welche Babybetten und Kinderbetten sind am besten?


Alle werdenden Eltern sehen sich bereits während der Schwangerschaft mit einer schwierigen Frage konfrontiert. Wie sind die lieben Kleinen nachts wohl am besten aufgehoben? Es gibt viele verschiedene Schlafplätze für Kinder, die alle ihre eigenen Vor- und Nachteile haben.

Welche Babybetten gibt es?

Eine der beliebtesten Möglichkeiten ist das Beistellbett. Viele Eltern wollen ihr Kind nicht im gemeinsamen Ehebett schlafen lassen, da sie befürchten, sich versehentlich in der Nacht auf das Kind zu drehen. Ein völlig gesondertes Babybett bietet hingegen oft nicht genügend Nähe zum Kind. Ein Beistellbettchen stellt eine attraktive Kombination beider Möglichkeiten dar. Das Baby bekommt ein ganz eigenes Bett in der passenden Größe und liegt dennoch nah an den Eltern. Zum Trösten oder Füttern des Babys müssen die Eltern nicht aufstehen, da das Baby in direkter Reichweite liegt. Eines der bekanntesten Beistellbettchen ist wohl das Babybay.

In der Regel kann ein Beistellbett mit nur wenigen Handgriffen seitlich in das elterliche Bett eingehängt werden. Dafür wird meist eine Universaleinrichtung mitgeliefert, die das Babybett stabil an einer Stelle hält. Es gibt die Beistellbettchen in unterschiedlichen Größen und Ausführungen – rund oder eckig, mit Rollen, mit Wiegefunktion, mit Himmel oder sogar eine Ausführung speziell für Zwillinge.

Bei vielen Kinderbetten gibt es die Möglichkeit, sie zum Beistellbett umzubauen. Dafür ist nicht viel handwerkliches Geschick notwendig. Es muss lediglich eine Seite des Gitterbettes abmontiert werden, sodass es seitlich am Elternbett befestigt werden kann. Des Weiteren wird die Höhe der Liegefläche verstellt, so dass sie mit dem Elternbett abschließt.  Dies stellt eine preiswertere Alternative zum fertigen Beistellbett dar, da nach einigen Monaten nicht ein neues Bett gekauft werden muss, sondern einfach zum Kinderbett umgebaut wird. Es muss nur unbedingt darauf geachtet werden, dass das Kinderbett für diese Verwendung vorgesehen ist und dass eine sichere Befestigung ans Elternbett mitgeliefert wurde.

Eine weitere Variante kennen vielleicht viele Eltern noch aus ihrer Kindheit: die Wiege. Unter diesem Begriff versteht man ein abgeschlossenes und leicht schaukelndes Bett für das Baby, das frei im Raum platziert werden kann. In der Regel werden diese Betten für Kinder aus Holz gefertigt. Es gibt aber auch vereinzelt Modelle, die aus metallischen Bauteilen bestehen. Eine Wiege kann sowohl von außen als auch durch die Eigenbewegung deines Kindes in Bewegung versetzt werden. Durch das Schaukeln der Wiege werden Babys besonders gut beruhigt. Beginnt dein Kind unruhig zu schlafen und sich hin und her zu wälzen, beginnt die Wege zu schaukeln und sorgt für einen ruhigeren Schlaf. Für viele andere Produkte wie Beistellbetten oder Kinderbetten wird zusätzlich eine Wiegenfunktion angeboten. So dass der ganze Komfort dieser Produkte genossen werden kann, aber gleichzeitig das Kind sanft in den Schlaf geschaukelt wird.

Auch eine Möglichkeit ist der Stubenwagen. Ein wichtiger Bestandteil der Stubenwagen sind kleine Rollen an den Füßen. Häufig sind sie auch tagsüber an verschiedenen Stellen der Wohnung im Einsatz. Das Baby kann durch die ganze Wohnung gefahren werden, ohne dass es aus seinem kuscheligen Schlafplatz herausgenommen werden muss. Nachts kann dann der Stubenwagen neben dem Elternbett oder in geringer Entfernung “geparkt” werden. Auch hier gibt es mittlerweile diverse Produkte, die die Vorteile eines Stubenwagens mit denen der Beistellbetten oder Kinderbetten verbinden. Je nach Bedarf und Vorlieben.

Möchtest du hingegen dein Kind in der Nacht ganz nah bei dir haben, bietet sich vor allem ein Familienbett an. Hierbei geht es weniger um ein Bett (auch wenn sich große Betten hier besonders eignen), sondern um das Konzept, dass Kind(er) und Eltern gemeinsam in einem Bett schlafen. Bei dieser Variante scheiden sich die Geister. Einerseits kann die Nähe zu den Eltern durchaus zu einem besseren Schlaf des Babys führen. Kinder suchen Sicherheit und Geborgenheit – auch im Schlaf. Noch dazu ist es positiv, wenn Babys den Atemrhythmus der Eltern hören. So fangen sie bei möglichen kleinen Atemaussetzern schneller wieder an zu atmen. Die Mütter schlafen außerdem besser, da z.B. im Liegen gestillt werden kann und sie somit schneller wieder in den Schlaf finden.

Auf der anderen Seite sehen viele ein höheres Risiko für das Kind bezüglich des Plötzlichen Kindstodes, wenn es im Elternbett schläft. Um dieses zu verringern müssen beim Familienbett auf jeden Fall einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden oder Risikofaktoren ausgeschlossen werden. Diese könnt ihr unter anderem hier nachlesen. Nachdem man sich gut informiert hat muss jeder selbst entscheiden, ob das Familienbett die richtige Variante ist.

Egal für welche Variante ihr euch entscheidet, abgeraten wird meist vom Einsatz eines Nestchens. Nestchen machen zwar das harte Gitterbett ein wenig weicher für Babys Kopf, birgt aber zu viele Gefahren, z.B. dass das Baby das Gesicht darin vergräbt, was zur Rückatmung und Überwärmung und damit zum Plötzlichen Kindstod führen kann, oder ein Strangulationsrisiko durch zu lange Befestigungsschnüre, die ins Bettchen hineinhängen.

Testsieger Kinderbetten

Ökotest hat 2016 zehn Kinderbetten getestet, von denen die Hälfte mit “sehr gut” abschnitten.

Ein wichtiger Aspekt des Testes ist die Sicherheit. Die Norm DIN EN 716 ist für Kinderbetten zuständig und legt unter anderem die Abstände zwischen zwei Gitterstäben fest (mindestens 45 Millimeter und maximal – auch wenn mit Gewalt auseinandergebogen – 65 Millimeter). Daher sollte beim Kauf auf die Kennzeichnung DIN EN 716 geachtet werden.

Des Weiteren sollte beim Bettenkauf auf folgende Sicherheitsaspekte geachtet werden:

  • Gibt es überstehenden Elemente, an denen das Kind hängen bleiben kann?
  • Könnte das Kind an Querelementen hochklettern?
  • Gibt es überstehende oder lockere Schrauben, Aufkleber, abnehmbaren Kleinteile, , usw. an die das Kind gelangen kann?
  • Gibt es am Bett scharfe Ecken oder Kanten?
  • Gibt es Verschlüsse, die das Kind erreichen und öffnen kann?.

Im Vergleich zu früheren Tests hat sich die Sicherheit der Kinderbetten verbessert. Allerdings wurde bei der Hälfte der Betten die Verarbeitung moniert (Lackierung oder Beschichtung, vorstehende Einsatzmuttern oder Ähnliches). Die Handhabung beim Aufbau war bei keinem Bett zu bemängeln, alle ließen sich leicht zusammenbauen, trotz oft minderwertiger Aufbauanleitungen.

Die Betten, die mit dem Testergebnis “sehr gut” abschnitten sind:

  • Avalon Kinderbett Zauberzwerg, Buche
  • Bopita Carré Gitterbett, weiß
  • Ikea Babybett Sundvik, graubraun
  • Paidi Fiona Kinderbett, weiß
  • Wellemöbel Kinderbett Lasse, weiß lackiert, Esche/sandgrau

Das Ikea Bett ist hier mit 119 Euro mit Abstand das Günstigste dieser fünf.

Ein Bett wurde mit “ungenügend” bewertet. Hierbei handelt es sich um das “Easy Baby Umbaubett weiß mit Rollen”. In der oberen Leiste des Bettes (bekanntlicherweise eine Stelle an der Kinder gerne herumkauen) wurde ein zu hoher Gehalt von Diisononylphthalat festgestellt. Ökotest kennzeichnete dieses Produkt daher als “nicht verkehrsfähig”.  

Die vollständigen Testergebnisse kann man auf www.oekotest.de erhalten, oder im ÖKO-TEST Ratgeber Kleinkinder von September 2016.

2017-03-31T22:09:25+00:00 März 22, 2017|Tipps von Mama|0 Comments

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